Poster News

Künstler

Picasso

Titel

Friedenstag 1. September 1949

Technik

Farb-Offset

Jahr

1949

Signiert

Nein

Auflage

unbekannt

Artikel-Nummer

100944

Werkverzeichnis

PV 49 09 01


Poster News, Friedenstag    1. September 1949

Beschreibung

 

Klassifikation
Reproduktionsplakat
*****************

Für  dieses Plakat wurde als Bild die Taube vom Plakat des Friedenskongress vom 1. März in Paris verwendet. Eventuell wurde das Bild ohne Kenntniss von Picasso verwendet.

Auflage

Unbekannt, Druckvermerk "A - 045 319 (Druckerei 36)", gedruckt auf 
dünnem "Nachkriegspapier"

Format

Bild  56.3 x 39.4 cm, Papier 61 x 43 cm

Ausstellungsort


Ausstellungsdatum

Ab circa August 1949

Reproduktionen:

Es sind unzählige Reproduktionen der Friedenstaube bekannt. Von diesem Plakat selbst sind keine Reproduktionen bekannt. Es existiert ein 2. Friedensplakat in blau ebenfalls vom 1. September 1949 mit dem Text: "WIR BEKENNEN UNS ZUM FRIEDEN" (Plakat Sachsenverlag, Druckerei und Verlagsgesellschaft mbh, Dresden).

Anmerkung

Picassos politisches Engagement für die Ziele der Friedensbewegung in der Nachkriegszeit begann mit seinem Eintritt in die kommunistische Partei. Er schuf für die Friedensbewegung verschiedene Versionen seiner „Friedenstaube“, die weltweit als Motiv für viele Friedensplakate genutzt und gleichzeitig von der Propaganda der Sowjetunion sowie der DDR instrumentalisiert wurden.  

Zum diesem Plakat   (Text Willi Müller Berlin)
Das äusserst seltene, nahezu transparente Offset-Plakat auf einfachem Nachkriegspapier ist in der sowjetischen Besatzungszone entstanden, kurz nach der Gründung der Bundesrepubilik Deutschland und verbindet das Friedensmotiv mit der Kampagne für die Einheit des Landes.
Das erst im Frühling 1949 für den 1. Friedenskongress von Picasso lithografierte und alsbald in der Friedensbewegung (annektierte) Motiv findet sich im spannungsreichen Kontext der deutschen Frage.
Westorientierung oder Neutralität, Staatsgründung und deutsche Teilung sind der weltgeschichtliche Horizont, vor dem die Friedenstaube auftaucht, der sich anbahnenden kalte Krieg noch fern.
Kurz noch wird ein Programm von 3 gemeinsamen Zielen beschworen, das in Realität bereits überholt war. Nicht zufällig wird in der Hirarchie des Plakates die Einheit an oberste Stelle gesetzt: Noch scheint es für einen weltgeschichtlichen Moment, als wäre eine bereits eingeleitete Entwicklung kampagneartig aufzuhalten. Das Friedensthema rutscht darunter.
Wenige Wochen nach der Gründung der DDR war das Plakat trotz des prominenten Motivs obsolet, veraltet, nicht mehr vorzeigbar, die Thematik gegenläufig zur neuen Parteilinie und ist  bis auf wenige Restexemplare verschwunden.


Verleger

Friedensbewegung der kommunistischen Partei

Drucker

Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH, Dresden

Hinweis

Plakate gegen den Krieg, hg.v. Diederich, Grübling und Trapp
Katalog zur Ausstellung "Picasso-Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube"
ISBN 978-3-95498-386-5 

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